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Widia

Beschreibung des Metalls Widia
Die Bezeichnung Widia ist ein Markenname, der quasi aus einem Kunstwort bzw. eine Abkürzung für "wie Diamant" hervor gegangen ist. Damit war und ist insbesondere seine enorme Härte gemeint. Bei seiner Zusammensetzung handelt es sich um einen Verbundwerkstoff, genauer um einen Sinterwerkstoff aus Hartmetallen, der ursprünglich vor 1930 durch das Krupp-Unternehmen entwickelt worden war. Es besteht im Wesentlichen aus Wolframcarbid und Cobalt. Diese Stoffe werden gemahlen und gepresst und dann im Ofen gesintert. Derartige gegossenen Hartmetalle waren damals nicht grundsätzlich etwas Neues; bereits vor 1910 wurde die Bezeichnung Stellite für derartige Verbundstoffe eingeführt. Das Erscheinungsbild bzw. das Aussehen von Widia lässt sich beschreiben als eher rauhe, matte Oberfläche (Gus) in Farben, die von grau-anthrazit bis hin zu rot- oder goldbraun tendieren.

Einsatzgebiete von Widia

Der Normalbürger kennt in erster Linie jene kleinen Widia-Plättchen, die an der Spitze von Steinbohrern durch Hartlöten sehr fest in das Metall eingearbeitet sind. Nur so ist es überhaupt möglich, Steine zum Beispiel im Garten zu bohren; Werkzeuge aus Metall würden bei einer Bohrung von Steinen sofort abstumpfen, sich extrem erhitzen und ausglühen. Es gibt aber auch Spezialbohrer, die vollständig aus Hartmetall gefertigt sind, die so genannten "Vollhartmetallbohrer" (eine ziemlich nahe liegende Bezeichnung). Darüber hinaus gibt es noch diverse weitere Einsatzmöglichkeiten für Widia, so z. B. für Wendeschneidplatten zur Metallzerspanung, Sägeblätter (als Sägeblatt für normale Sägen sowie für die Zähne bei einem Kreissägeblatt) oder sogar für Spikes in Winterreifen (bis ca. Anfang der 1980er Jahre).

Geschichte von Widia

Das Unternehmen Krupp hatte eigens für die Widia-Produktion und deren Vermarktung bereits um 1925 die Widia GmbH gegründet. Erst Anfang der 1990er Jahre wechselte sie ihren Besitzer durch den Verkauf an die Firma Cincinnati Milacron, ein Hersteller von Werkzeugmaschinen auf dem US-amerikanischen Markt. Diese Firma verkaufte Widia 2003 aber weiter an ihren Konkurrenten Kennametal, der Widia seiner europäischen Tochterfirma Kennametal Hertel AG zuführte mit dem Ergebnis, dass Widia heute eingeflossen ist in die Kennametal Widia Produktions GmbH & Co. KG. Dazu gehören mehrere Fertigungsstätten, beispielweise auch im fränkischen Lichtenau die ehemalige Firma Sitzmann und Heinlein. In Essen-Holsterhausen ist heute der Hauptproduktionsstandort der Widia GmbH.

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